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  • Kathi Wagner

Mentaltraining - was ist das?

Aktualisiert: Sept 25

Unsere Gedanken haben enormen Einfluss auf unsere Gesundheit

Bewegung ist wichtig für die Gesundheit - das ist allgemein bekannt. Würden wir uns gar nicht mehr bewegen, würde es nicht lange dauern, bis wir steif werden, unsere Stoffwechselvorgänge nicht mehr richtig funktionieren und sich allerhand ung'sundes Material in unseren Blutbahnen ablagert, bis früher oder später Herz-und Kreislaufprobleme auftreten werden.


Dass die Art - wie wir denken - MINDESTENS genau so wichtig für unsere Gesundheit ist - ist leider noch nicht so allgemein bekannt. Unsere Gedanken, unsere Urteile, unsere Bewertungen inkl. all der zugehörigen Emotionen, bestimmen maßgeblich unseren biochemischen Mix in unserem Körper. Unsere Einstellung entscheidet welche Neurotransmitter und Hormone in unserem Körper freigesetzt werden und inwiefern unser Nerven- und Immunsystem dadurch gestärkt oder geschädigt wird.


Und das ist jetzt kein Blablabla - das ist Stand der Wissenschaft!

Neuroimmunologie heißt der spezielle Fachbereich der Neurowissenschaft - der sich weltweit genau mit dieser Schnittstelle Geist*,- Nerven- und Immunsystem auseinander setzt.

* (wenn ich von Geist rede meine ich immer unsere Gedanken/unsere Einstellung/unser Mindset - "des is ois des gleiche, a nudl - a tag")


Was hat das jetzt alles mit Mentaltraining zu tun?


Denken ist wie atmen. Es passiert von selbst. Von klein auf haben wir das gelernt.

Seit wir auf der Welt sind haben wir bestimmte Denk- und Reaktionsmuster abgespeichert und diese immer weiter verstärkt. Bis wir irgendwann gar nicht mehr nachdenken mussten, wie wir auf bestimmte Situationen zu reagieren haben, wir reagieren einfach!


Alles im Grunde wichtige Mechanismen unseres Gehirns um zu überleben und energieeffizient arbeiten zu können.

Aber genauso wie wir unseren Atem gestalten können, sobald es uns bewusst wird, können wir auch unsere Gedanken steuern, wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten!

Wir können diesen Zeitraum zwischen Reiz und (unserer oftmals ungewünschter) Reaktion soweit verlängern, dass wir wieder die Zeit (und die Freiheit) haben bewusst zu entscheiden, wie wir aktiv reagieren wollen!


Und das ist auch wichtig, denn - negative Erinnerungen und Erfahrungen speichern wir (evolutionsbedingt) im Vordergrund ab - und Positive geraten schnell in Vergessenheit.

Negative Sinneseindrücke drängen sich sofort in unser Bewusstsein - Positive müssten dagegen aktiv gesucht werden!


Das sind alles intelligente Maßnahmen, um aus negativen Situationen zu lernen und so unser Überleben zu sichern. An sich ja gut, problematisch wird’s allerdings, wenn wir aus dieser Negativspirale nicht mehr selbstbestimmt herauskommen.

Unsere Denkmaschine kann man sich wie einen Muskel vorstellen. Man kann ihn trainieren, dann funktioneriert er besser und geschmeidiger, oder aber auch vernachlässigen und er wird früher oder später verkümmern.

Denn, so wie ein Muskel, werden diese negativen Gedankenmuster immer stärker und schließlich zu einer eingefahrenen Spur im Gehirn. Solche eingefahrenen negativen Spuren sind dann natürlich mit vielen negativen Folgen für unsere Gesundheit verbunden. Negative Gedanken werden zu negativen Emotionen. Und negative Emotionen beeinflussen im negativen Sinn die Ausschüttung bzw. Aufnahme von Transmittern und Hormonen, welche wiederum unser Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem regulieren und somit unsere Gesundheit bestimmen.


Ein Beispiel:

Lisa hatte eine sehr negative Erfahrung mit ihrem Exfreund, den sie mit einer anderen im Bett erwischt hat. Diese Erfahrung hat sich regelrecht in ihr Gehirn eingebrannt. Sie hat diesen Mann verlassen und längst wieder einen neuen Freund, mit dem alles super läuft und der wahnsinnig verständnisvoll ist und auf sie eingeht. Wegen ihrer Arbeit muss sie ein paar Tage lang verreisen. Eines Abends ruft sie bei ihrem Freund an, eine andere Frau geht ran – Lisa legt sofort geschockt auf – und lässt die Frau nicht mal zu Wort kommen. Für sie ist alles ganz klar und die Erfahrung von damals, inkl. aller Gefühle, ist sofort wieder präsent! Nach ein paar Minuten, kann sie sich dennoch ein wenig beruhigen und beschließt, dass sie nun Gewissheit haben muss, sie nimm all ihren Mut zusammen und ruft noch einmal an – MOBILBOX – ihr Freund ist nicht mehr erreichbar! Nun hyperventiliert sie komplett. „Das hat er sicher absichtlich gemacht – die andere Frau muss ihm erzählt haben, dass sie angerufen hat und aus Angst, hat er nun sein Telefon ausgeschalten!“ – Dieser Gedanke ist Gewissheit für sie – kreativ nach einer anderen Möglichkeit zu suchen ist in diesem Moment biologisch gar nicht möglich! Sie befindet sich seit dem ersten Anruf in einer akuten Stressreaktion und seit dem zweiten Anruf hat sie diese –Stress-Welle mit voller Heftigkeit noch überschwemmt und eine biochemische Kettenreaktion ausgelöst, die uns überhaupt nicht bewusst ist - mit all den negativen Folgen, die dazu gehören:


Unser Nerven- und Hormonsystem schaltet in Sekundenschnelle in den Notfallsmodus um, um für akute Gefahren und mögliche notwendige körperliche Höchstleistungen bereit zu sein!

Die Durchblutung im Gehirn wird gesteigert, damit wir direkten Zugang zu den eintreffenden Informationen von unseren Sinnesorganen erhalten. Alles was wir in dem Moment nicht brauchen wird gehemmt, so auch der Zugang zu unseren Gedächtnisinhalten oder zum Kreativitätszentrum – wir können nicht mehr klar denken oder improvisieren – und unser Gehirn greift nur mehr auf bereits eingefahrene Spuren zurück! Das Blut wird umverteilt und soll in erster Linie die großen Muskelgruppen versorgen. Das Verdauungssystem wird auf ein Minimum herunter gefahren.


Lisa hat ihren Freund, an diesem Abend nicht mehr erreichen können. Sie hat kein Auge in dieser Nacht zu tun können. Gedankenschleifen haben sich unaufhörlich in ihrem Kopf wiederholt. Sie hatte Kopfweh, Magenkrämpfe und ihr war einfach nur übel. Es war eine wirkliche Horrornacht! Wie gerädert stand sie am nächsten Morgen auf uns ihr könnt euch alle denken, wir ihr Arbeitstag verlaufen ist. Zu Mittag ruft ihr Freund zurück und konnte alles aufklären (die andere Frau, war seine Cousine und er hatte auch einen einleuchtenden Grund warum er danach nicht mehr erreichbar war). Unter den körperlichen Nachwehen* dieser Stressreaktion litt Lisa aber noch die ganze Woche.


*(meistens sind das Kleinigkeiten, denen wir nicht allzu große Aufmerksamkeit schenken, Verdauungsprobleme, eine kleine Entzündung im Mund, eine Fieberblase, leichtes Halsweh, Rücken- oder Nackenschmerzen - alles typische Nachwehen einer Stressreaktion)


Hat Lisa jetzt so denken müssen? Hatte sie überhaupt eine Wahl?

NEIN und JA, sie hatte sicher das Gefühl keine andere Wahl gehabt zu haben - aber nichts destotrotz gab es diese! Und diese Wahlfreiheit kann man trainieren. Mithilfe von mentalem Training, kann man kann den Moment zwischen Reiz und Reaktion verlängern, sodass man Zeit hat zuerst darüber nachzudenken, wie man reagieren will!

Ist das einfach?

- NEIN, überhaupt nicht! Vollautomatisierte Gedankenmuster zu durchbrechen, ist eins der schwierigsten Dinge in unserem Leben. Und dabei möchte ich begleiten und mit mit hilfreichen Tools unterstützen.

Aber die Erkenntnis, dass es möglich ist, ist schon mal der erste wichtige Schritt!


Wir alle können lernen unsere Gedankenmuster, die uns selbst schaden, wo wir uns selbst Steine in den Weg legen, zu vermeiden.


Wir können lernen unsere Gedanken bewusst zu steuern und uns nicht unbewusst von ihnen steuern zu lassen!


Und genau das ist/bedeutet für mich Mentales Training: Du trainierst bewusst dein Denken, um es aktiv zu lenken - für deinen Erfolg und für dein Wohlbefinden! Und dabei überstütze ich dich natürlich sehr gerne: hier ist der Link zu meinen Angeboten.


Oder nach frei William James, Psychologe und Philosoph, USA ~ um 1900 herum:

"Das beste Mittel gegen Stress ist unsere Fähigkeit, einen Gedanken einem anderen vorzuziehen."

#mindkraft | #mentalhealthcare | #mindshift | #stressmanagement

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